Der perfekte Zeitplan für die Hochzeit

Damit der schönste Tag in Ihrem Leben pannenfrei abläuft: Wir geben Tipps, wann Sie was organisieren sollten

MINDESTENS 4 MONATE VORHER
So langsam alle notwendigen Papiere sammeln. Fürs Standesamt Personalausweis oder Reisepass, Abstammungsurkunde oder beglaubigte Abschrift aus dem Familienbuch, Aufenthaltsbescheinigung und Nachweis der Staatsangehörigkeit. Für die kirchliche Zeremonie kommen Firm- bzw. Konfirmationszeugnis und der Taufschein dazu. Er darf nicht älter als 6 Monate sein; vom Taufpfarramt aktuell ausstellen lassen. Aufgebot beim Standesamt bestellen. Die kirchliche Trauung muss außerdem mit dem Pfarrer/Theologen besprochen werden. Fast so wichtig wie das Brautpaar: Ringe und Outfit. So früh wie möglich aussuchen, beides muss meist angefertigt bzw. geändert werden. Nicht zu vergessen: Einladungen verschicken, so langsam Programmhefte, Tisch-, Menü- und Dankeskarten vorbereiten.

MINDESTENS 6 MONATE VORHER
Die wichtigste Phase beginnt, d. h., grundlegende Entscheidungen müssen getroffen werden: ob Hochzeit im großen oder kleinen Stil, Standesamt oder Kirche, Band oder DJ, Hochzeits Tischdeko, Empfang mit Häppchen oder Gänge-Menü. Danach eine erste grobe Gästeliste zusammenstellen. Vorsicht: Die sprengt schnell den Rahmen, also Prioritäten setzen und kontinuierlich aktualisieren! Als Datum sind Feiertags- und Wochenendtermine heiß begehrt, deshalb früh Standesamt, Kirche und Locations anfragen! Termine vorher mit den wichtigsten Gästen absprechen, damit keine Engpässe aufgrund geplanter Reisen, Geburtstagspartys etc. entstehen. Ohne Moos nix los: Das Budget ist der wichtigste Grundstein! Angebote von Hotels und Zimmern, Restaurant/Caterer, Verleih-Service, DJ/Band, Fotografen etc. einholen und einen Finanzplan erstellen. Immer wieder prüfen, alle Abmachungen schriftlich festhalten! Empfehlenswert: ein Hochzeitskonto, auf das regelmäßig eingezahlt wird, auch die Finanzspritzen von Eltern und Verwandten.

6 WOCHEN VORHER
Zeitplan und Programmablauf festlegen für Polterabend, Standesamt, Kirche und Abendgestaltung. Menü und Räume für die Feierlichkeiten buchen, evtl. einmal Probe schlemmen. Die Gästeliste checken und auf den neuesten Stand bringen. Tipp: Damit kein wildes Notizchaos entsteht, die Liste nur von einem führen lassen! Dann behält man den Überblick über die tatsächlich mitfeiernden Verwandten und Freunde und die damit verbundenen Kosten. Spontane Einladungen vermeiden, sonst muss man Gäste am Ende wieder ausladen! Wer sich für einen Ehevertrag entscheidet, sollte jetzt außerdem den Notar aufsuchen und alles Rechtliche regeln. Für einen reibungslosen Ablauf der Feier: alle Routen abfahren und dabei auf die Uhr sehen. Rolls-Royce, Kutsche & Co. – wer sich elegant chauffieren lassen will, sollte spätestens jetzt Hochzeitsfahrzeuge aussuchen und buchen.

2 WOCHEN VORHER
Langsam wird’s spannend, denn der große Tag rückt näher. Alle Augen sind dann vor allem auf die Braut gerichtet – Make-up und Frisur müssen sitzen! Deshalb das Styling unbedingt vorher ausprobieren, am besten beim Visagisten oder Friseur. Wichtig: Typgerechtes aussuchen und beim Make-up lieber auf Natürlichkeit setzen. Zu Hause einmal den Komplettlook proben, d. h. Fitting mit Lingerie, Kleid, Accessoires und Schuhen! Bitte bedenken: Der Hochzeitstag wird lang. Damit es kein Blasendrama gibt, Schuhe zu Hause schon mal einlaufen! Die aktuelle Gästezahl nochmals dem Restaurant bzw. Caterer für seine Vorbereitungen durchgeben. Damit jeder zufrieden ist: den Sitzplan sinnvoll und mit Rücksicht auf Sympathien und Antipathien festlegen. Zu guter Letzt alle ausgemachten Termine bestätigen lassen, die Hochzeitsanzeige in der Tageszeitung aufgeben und eine Generalprobe mit den Blumenkindern ansetzen. Falls geplant, Reden vorbereiten und proben.

1 TAG VORHER
Bloß nicht nervös werden! Wer die Wochen und Monate alles gut durchorganisiert hat, sollte jetzt relativ stressfrei den letzten Tag vor der Hochzeit angehen können. Zur Sicherheit nochmals Termine und alle Buchungen für Übernachtung, Restaurant/Caterer, Transport zum Trau- bzw. Festort bestätigen lassen. Für alle Dienste, die am Hochzeitstag bar bezahlt werden müssen (z. B. Floristen, Bäcker, Kirchenkollekte) jeweils Umschläge mit Bargeld und Trinkgeldern bereitlegen. Bestellten Blumenschmuck für Auto, Kirche, Blumenkinder, Restaurant etc. abholen. Weil der Tag meist früh beginnt, Klamottenchaos und hektische Sucherei vermeiden. Am besten sämtliche Kleidungsstücke plus Accessoires und Zubehör übersichtlich herrichten. Eheringe nicht vergessen! Die Handtasche mit allen wichtigen Utensilien für den Tag bestücken. Unverzichtbar: Make-up, Kamm, Deo, Nähzeug, Ersatzstrumpfhose und natürlich jede Menge Taschentücher. Den Rest des Tages sollte man sich dann getrost einem ausgiebigen Beauty-Programm widmen: Massage, ein letzter Besuch bei der Kosmetikerin und professionelle Pediküre und Maniküre machen nicht nur schön, sondern wirken auch extrem entspannend! Und zum Abschluss: ein Romantik-Dinner mit dem Verlobten.

UND DANACH …
Glückwunsch, Sie haben’s geschafft! Und steuern als frischgebackenes Ehepaar den wohlverdienten Flitterwochen entgegen. Ein paar kleine organisatorische Dinge müssen aber auch nach der Hochzeit noch gemanagt werden. Ganz wichtig: alle offenen Rechnungen begleichen, etwa beim Restaurant/Caterer. Ausgeliehenes Equipment zurückgeben, sei es das Tortengestell oder das Festzelt. Und nicht vergessen: schriftliche Danksagungen an alle Freunde und Verwandte schicken, z. B. mit einem schönen Foto des Brautpaares. Bei Namensänderung Führerschein, Kreditkarten, Konten etc. berichtigen lassen. Gleiches gilt für Versicherungen.

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